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[Buchrezension] LEVANTE – Gemeinsam orientalisch genießen

August 14, 2019

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Ihr Lieben,

die Levante-Küche, die kreative Fusion-Küche aus dem Nahen Osten, mit kulinarischen Einflüssen aus Syrien, Israel, Palästina, dem Libanon, Jordanien und der türkischen Provinz Hatay ist gerade in aller Munde. Vollkommen zurecht, wie ich finde! Die Küche ist so aromatisch und vielfältig – und hält viel mehr bereit als die bekannten Falafel.
Der Begriff „Levante“ steht für die Länder des östlichen Mittelmeerraums, fokussiert auf die oben genannten Länder, früher bekannt als Morgenland. Jedoch bezeichnet man als Levante auch die kulinarische Ausrichtung. Es geht um Genuss, Geselligkeit und Speisen, die mit Liebe und Sorgfalt zubereitet werden.

Die Gerichte kommen dabei nicht als festgelegte Abfolge wie bei uns auf den Tisch – also Vorspeise – Hauptgericht – Nachspeise. Diese Abfolge kennt man in der Levante-Küche nicht. Die Speisen kommen vielmehr gleichzeitig, als sogenannte Mezze auf den Tisch. Levante steht für Gemeinschaft – jeder kann sich nach Lust und Laune bedienen, die Gerichte werden geteilt. Diese Art des Speisens liebe ich auch so an den spanischen Tapas. Die Levante-Küche ist bunt, es wird viel mit Gemüse gekocht und natürlich dürfen aromatische Gewürze und Gewürzmischungen wie zum Beispiel Sumach oder Zatar nicht fehlen. Auch Salzzitronen spielen in dieser Küche eine Rolle. Ein Rezept für Salzzitronen findet ihr hier.

Baba Ganoush mit Joghurt

Der EMF-Verlag hat nun ein ganzes Kochbuch der Levante-Küche gewidmet: „LEVANTE – gemeinsam orientalisch genießen“. Ich durfte mir das Buch für euch ansehen – und bin begeistert. Ihr kennt das ja schon, dass ich mir Rezepte, die mir gefallen, mit Zettelchen markiere. Nun ja, das Buch besteht nun eigentlich nur noch aus Zettelchen… Der Autorin Tanja Dusy ist hier ein Buch gelungen, bei dem mir auf jeder Seite das Wasser im Mund zusammen läuft. Was aber natürlich auch an den tollen Fotos von Maria Panzer liegt.

Das Kochbuch „LEVANTE – gemeinsam orientalisch genießen“

Levante - Buchcover

Zunächst erklärt uns Tanja Dusy die Levante-Küche, den Ursprung und den Charakter, bevor es direkt zu vielfältigen Rezepten über geht. Diese sind unterteilt in die Themen „Veggie-Mezze“, „Noch mehr Mezze“, „Frisch-aus-dem-Garten-Party“, „Rund ums Lagerfeuer“, „1001 Hummus“, „Israeli Breakfast“, „Street Food“, „Shawarma…komplett“, „Falafel-Bar“, „Café Tel Aviv“ und „Grundrezepte“. Zu jedem Kapitel gibt es eine kurze Einleitung mit tollen Fotos aus dem Morgenland, dann folgen die Rezepte, die allesamt übersichtlich aufgebaut und mit tollen Fotos untermalt sind. Regelmäßig gibt es noch Tipps zu bestimmten Zutaten oder Alternativen.
Bei den Grundrezepten werden insbesondere Gewürzmischungen gezeigt die man natürlich auch in gut sortierten Online-Shops bestellen kann.

Levante - Blick ins Buch

Insgesamt finden wir in diesem Buch etwa 100 Rezepte, die sich alle wunderbar kombinieren lassen – einer opulenten Mezze-Party steht damit also nichts mehr im Wege!

Wie immer habe ich ein paar Rezepte für euch ausprobiert – die Auswahl ist mir diesmal wirklich schwer gefallen! Ich zeige euch nun Freestyle Fattoush, einen Auberginen-Brotsalat“, Schafskäse-Kräuter-Creme und Baba Ganoush mit Joghurt, eine leckere Creme aus Auberginen. Alle Gerichte sind zum Sattwerden für 4 Personen ausgelegt.

Levante-Küche:
Schafskäse-Kräuter-Creme

Levante Schafskäse-Kräutercreme

Zutaten

  • 400 g griechischer Joghurt (10% Fett)
  • 100 g Schafskäse (Feta)
  • 1 Knoblauchzehe – Salz
  • je 5 Zweige Petersilie und Dill
  • 2 Zweige Minze
  • 60 g (Sommer-)Portulak, alternativ Rucola
  • Pfeffer – Chiliflocken
  • 1-2 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Legt ein Sieb mit einer großen Kaffeefiltertüte oder einem sauberen Mulltuch aus und gebt den Joghurt hinein. Hängt das Sieb über eine Schüssel und lasst den Joghurt etwa 1 Stunde abtropfen.

Inzwischen tupft ihr den Schafskäse trocken und zerbröckelt ihn mit einer Gabel fein. Schält den Knoblauch und hackt ihn, dann zermust ihr ihn mit einer Prise Salz mit der flachen Seite einer Messerklinge. Die Kräuter und den Portulak/Rucola wascht und putzt ihr, dann hackt ihr beides grob.

Schafskäse-Kräutercreme

Verrührt dann den Schafskäse mit dem Joghurt, Salz, Pfeffer, 2-3 Msp. Chiliflocken und Zitronensaft. Hebt dann die Kräuter und den Portulak unter, legt etwas für die Demo zur Seite. Lasst die Schafskäse-Kräuter-Creme noch 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen und bestreut sie zum Servieren mit den übrigen Kräutern. Fertig! Auf zum nächsten Rezept.

Levante-Klassiker:
Baba Ganoush mit Joghurt

Levante: Baba Ganoush

Zutaten

  • 3 große Auberginen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tahin
  • 4-5 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl + Olivenöl zum Beträufeln
  • 150 g griechischer Joghurt
  • 1 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz – Pfeffer
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL Pinienkerne

Zubereitung

Erhitzt den Backofengrill und legt ein Backblech mit Backpapier aus. Legt die Auberginen darauf und stecht sie mit einem tiefen Messer mehrfach ringsherum ein, damit sie in der Hitze nicht „explodieren“. Grillt die Auberginen nun 45 bis 60 Minuten und wendet sie nach ca. 15 Minuten immer mal. Das Innere sollte dann ganz weich sein, die Schale eingefallen und trocken wirken. Lasst die Auberginen dann etwas abkühlen und löst das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale. Lasst es etwa 30 bis 60 Minuten in einem Sieb abtropfen. Zerkleinert die Hälfte davon. Den Rest gebt ihr in ein Mixgerät.

Baba Ganoush

Schält den Knoblauch und hackt ihn fein. Gebt ihn zusammen mit dem Dahin zum Auberginenfleisch in das Mixgerät. Gebt 4 EL Zitronensaft, 2 EL Olivenöl und 2 EL Joghurt hinzu und püriert alles fein. Rührt dann den restlichen Joghurt und das zerkleinerte Auberginenfleisch hinzu und verrührt alles mit Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und restlichem Zitronensaft. Füllt die Creme in eine Schale, streicht sie glatt und bestreut sie mit Petersilie und den Pinienkernen (eventuell in einer Pfanne anrösten). Nach Belieben mit Olivenöl beträufeln.

Levante-Fusion:
Freestyle Fattoush

Freestyle Fattoush

Zutaten

  • 200 g Fladenbrot vom Vortag
  • 8 EL Olivenöl
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 2 kleine Auberginen, ca. 500 g
  • Salz – Pfeffer
  • 2 kleine rote Paprika (ich habe 1 gelbe und 1 rote Spitzpaprika verwendet)
  • 300 g gelbe und rote Kirschtomaten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 12 kleine schwarze Oliven
  • 3 Zweige Minze
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 1/2 TL Honig
  • 3-4 EL Rotweinessig
  • 2 TL Zatar
Freestyle Fattoush

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Das Brot in mundgerechte Würfel schneiden , auf ein Blech legen und etwa 10 bis 15 Minuten knusprig rösten, herausnehmen und abkühlen lassen.

3 EL Olivenöl in eine ofenfeste Form geben, Knoblauch schälen und dazupressen. Wascht die Auberginen, würfelt, salzt und pfeffert sie. Gart sie im heißen Ofen 20 bis 25 Minuten, dabei einmal umrühren.

Mein Tipp: Ich habe auch die Paprikas in Würfel geschnitten und dazu gegeben, ebenso wie einige Scheiben Zucchini.

Paprika würfeln, Tomaten halbieren, Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Oliven halbieren. Alles in eine große Schüssel geben. Kräuter waschen und grob hacken.

Rührt aus Honig, Essig, dem übrigen Olivenöl, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette und gebt sie in die Schüssel. Nehmt die Auberginen aus dem Ofen, lasst sie etwas abkühlen und gebt sie dann auch in die Schüssel. Vermischt alles gut miteinander, gebt dann Brot und Kräuter hinzu, hebt beides unter und lasst alles etwa 10 Minuten ziehen. Betreut den Fattoush dann mit Zatar.

Auberginen-Brotsalat

Na, was meint ihr? Klingt das nicht alles fantastisch? Ich habe die 3 Gerichte zu einer Gartenparty mitgebracht, es waren alle begeistert! Und glaubt mir, in dem Buch findet ihr noch viele andere tolle Rezeptideen!

Macht es euch lecker! Liebste Grüße von Martina

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt. Für den Beitrag wurde ich nicht bezahlt.